SO MANY WAYS – RAMON

46 Jahre, aus der Nähe von La Coruña, Spanien

So Many Ways; Vanlife; 2022; Portugal; Teneriffa; travel; lifestyle; van; camper; lebensgeschichten; life stories; Saskia Uppenkamp; Portrait; Fotograf; Fotografin; Berlin; Friedrichshain; Studio; On Location; Reportage

„Der Bereich um meinen Van ist mein Zuhause. Ich kümmere mich darum.“

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Ramon – Playa Las Americas, Teneriffa  
46 Jahre, aus der Nähe von La Coruña, Spanien 
 
Ramon lebt seit achtzehn Jahren auf den Kanarischen Inseln.   
Er repariert Wetsuits für die Surfschulen und Locals. Viele Jahre war er in einem kleinen Van unterwegs, in den nur ein Bett und eine kleine Küche passte, vor vier Jahren kaufte er den großen Van, für ein wenig mehr Komfort. Ramons Leben war eigentlich schon immer eher einfach und entspannt. Es geht ihm nicht darum, viel Geld zu verdienen oder viel zu besitzen. Ihm ist es wichtig, dass es Gurro, seinem Hund, und ihm gut geht. Diesen fand vor zwölf Jahren als Welpen in einer Tierrettungsstelle. Eigentlich begleitete Ramon nur einen Freund, der einen Hund aussuchen wollte. Als er am Käfig von Gurro und seine vier Geschwistern stand, kläfften die vier anderen, nur Gurro saß still und schaute ihn an. Als er anfing zu bellen, blieben die anderen plötzlich ruhig. Es war, als hätte Gurro ihn lange Zeit nicht gesehen und nun wiedergefunden. Ramon spürte eine spezielle Verbindung zu dem kleinen Hund, adoptierte ihn.  
Eine Zeit lang lebte er mit einer Freundin in einer Wohnung. Nach der Trennung waren die Hürden, mit Hund, ohne festes Einkommen und bei ständig steigenden Mietpreisen, eine eigene Wohnung zu bekommen für Ramon so hoch, dass er entschied, weiterhin im Van zu leben. Je nach Lust und Laune kann er so von Insel zu Insel reisen.  
Momentan steht er mit seinem Van meist fünf Tage die Woche auf dem Parkplatz von Playa Las Americas, der am beliebtesten Surfspot der Insel liegt, inmitten von 5-Sterne Hotels an der Strandpromenade. Hier ist er am nächsten an den Surfschulen dran, obwohl er den Ort selbst aufgrund der vielen Autos und Touristen als sehr stressig empfindet.   
Seit Beginn der Coronapandemie kommen immer mehr Camper auf die Insel. Vor einigen Wochen begannen die Probleme mit der Polizei auf dem Parkplatz von Las Americas. Die Locals stören sich immer mehr an den Campern. Zum einen werden viele Parkplätze von den Vans belegt, welche auch durch die Einheimischen genutzt werden, wenn sie zum Arbeiten oder Surfen kommen.   
Der Großteil, vor allem die permanenten Camper, verhalten sich respektvoll und zurückhaltend, achten auf die Sauberkeit, doch es gibt auch einige schwarze Schafe. Camper, die für ein paar Tage zum Surfen kommen, lassen ihr Dreckwasser auf dem Parkplatz ab oder entsorgen ihren Müll nicht in den Tonnen, lassen ihn einfach in den Parkbuchten liegen. Dieses Fehlverhalten einiger weniger wirkt sich negativ auf die ganze Community aus. Ramon sammelt den Müll ein, der in der Nähe seines Campers liegen bleibt, auch wenn er nicht von ihm ist, um den Parkplatz sauber zu halten. Er sagt, der Platz um seinen Van herum ist sein Zuhause. Dementsprechend kümmert er sich auch darum.  
Jeden Tag kommt die Polizei und kontrolliert auf dem Parkplatz. Es ist nicht mehr erlaubt, auf den Grünflächen zu sitzen, eine Slackline zwischen den Bäumen zu spannen, geschweige denn einen Stuhl oder die Wasserschale für den Hund neben den Van zu stellen.   
Ramon hat einen geheimen Ort in der Natur, den nur er kennt. Dorthin zieht er sich zurück, wenn ihm der Trubel auf dem Parkplatz von Las Americas zu groß wird, um entspannt an den Wetsuits zu arbeiten. Das Schönste am Leben im Van sind für ihn die Begegnungen mit den vielen spannenden Menschen in den vergangenen Jahren. 


SO MANY WAYS

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