SO MANY WAYS – LIA & JAN

24 Jahre, aus Eberswalde, Deutschland

So Many Ways; Vanlife; 2022; Portugal; Teneriffa; travel; lifestyle; van; camper; lebensgeschichten; life stories; Saskia Uppenkamp; Portrait; Fotograf; Fotografin; Berlin; Friedrichshain; Studio; On Location; Reportage

„Es ist eine Art Hassliebe. Einerseits hat das Gefährt uns noch nie im Stich gelassen hinsichtlich der Fahrleistung.
Wir haben noch keine einzige Panne gehabt. Aber ja, es regnet auf jeden Fall rein und die ganzen Stellen, die wir repariert haben, fangen schon wieder an zu rosten.“
 

So Many Ways; Vanlife; 2022; Portugal; Teneriffa; travel; lifestyle; van; camper; lebensgeschichten; life stories; Saskia Uppenkamp; Portrait; Fotograf; Fotografin; Berlin; Friedrichshain; Studio; On Location; Reportage

Jan & Lia – Vila Do Bispo, Portugal
24 Jahre, aus Eberswalde, Deutschland

Lia und Jan kennen sich seit ihrer Schulzeit. Jan kam auf die Waldorfschule in die vierte Klasse, in die auch Lia ging. Jahre später, in der zwölften Klasse, wurden sie ein Paar. Die Geschichte ihres Vans beginnt ebenfalls in der Schulzeit, allerdings eher als Projekt unter Freunden. Mit zwei seiner Schulkameraden teilte Jan die Bastelleidenschaft und den Gedanken ein Wohnmobil zu besitzen, mit dem man der Sonne entgegen aus der Zivilisation fliehen kann. Auf der Waldorfschule wurde auch Fertigkeiten, wie Schweißen unterrichtet, so fühlten sie sich gewachsen, einen alten Van zu überholen und auszubauen.

Bereits 2017 war es nicht einfach einen passenden Van zu kaufen, vor allem wenn das Budget eher klein ist. In Holland wurden sie fündig. Noch bevor sie alle einen Führerschein gemacht hatten, erstanden sie einen alten VW LT 28, mit einem eingesetzten Zwischenstück, welches das Mobil um einiges verlängerte. Ein ungewöhnliches Exemplar. Den Freunden erschien es genau richtig, da es innen deutlich mehr Platz für alle bot.

Der Van entpuppte sich allerdings zunächst eher als Ärgernis. Es stellte sich heraus, dass keine offiziellen Papiere gab, in dem der Mittelteil eingetragen war, was die Anmeldung in Deutschland extrem schwierig machte. Den Innenausbau mussten sie aufgrund von Schimmel herausreißen, dabei kam zutage, was sie bei Kauf nicht hatten sehen sollten: die Rost-zerfressene Karosserie. Zu allem Überfluss regnete es überall rein. Den Dreien wurde klar, dass sie etwas naiv an die Sache herangegangen und ihre handwerklichen Fähigkeiten für ein derartiges Projekt maßlos überschätzt hatten. Sie investierten viel Zeit und Nerven, um das Gefährt im Rahmen ihrer Möglichkeiten wieder fahr- und wohntauglich zu machen, 2019 starteten sie auf ihre erste gemeinsame Tour. Seitdem hat der Van sie noch nie im Stich gelassen, außer dass es an der ein oder anderen Stelle immer noch reinregnet und die Roststellen wieder beginnen zu wachsen.

Seit einem Jahr steht das Gefährt dauerhaft in Portugal, da die Kosten für Benzin so hoch sind, der Van nicht unbedingt schnell fährt und sehr laut ist, was auf einer langen Strecke anstrengt. Die Freunde wechseln sich bei der Nutzung des Vans ab, je nachdem, wer gerade Lust hat zu reisen, sparen sich so die Strecken, um aus Deutschland herauszukommen.

Für Lia und Jan ist es trotz sechs Jahren Beziehung die erste längere gemeinsame Reise. Die Schwangerschaft war nicht geplant, beide studieren gerade und haben sich eine Auszeit genommen. Die Reise ist vor allem ein Test. Ebba ist, mit gerade mal sieben Monaten, das erste Mal länger unterwegs. Die jungen Eltern wussten nicht, ob die Kleine gut mit dem Leben im Van klarkommt, die ersten Monate waren sie viel zu Hause. Nach sieben Wochen im Van, haben sie aber eher das Gefühl, ihre Tochter bislang unterfordert zu haben. Ebba liebt die vielen neuen Eindrücke und Menschen, die sie auf ihrer Reise treffen. 

Lia und Jan überlegen nun, einen neuen Van zu kaufen. Einen, in den es nicht hereinregnet, mit fließend Wasser und ein wenig mehr Komfort, wenn sie mit ihrer Tochter unterwegs sind. Dauerhaft im Van zu leben kann Lia sich nicht vorstellen. Sie hat das Gefühl, sie würde ihre Freunde vermissen. Jan dagegen würde gerne längere Zeit reisen. Nicht nur begrenzt auf Portugal, weiter in andere Länder, immer neue Eindrücke sammeln und andere Kulturen kennenlernen.

 


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